Mit der VR Bank zur Edelsteinstraße

Mit 53 Reiselustigen an Bord startete die VR Bank im Enzkreis zur Tagesfahrt Richtung Idar-Oberstein.

25.07.2017

Die Tagesfahrt-Gruppe der VR Bank im Enzkreis in Idar-Oberstein
Interessiert beobachten die Teilnehmer das Schleifen eines Edelsteines

Das erste Ziel war das Schmuck- und Mineralienhaus in Kirschweiler. Vom Chef selbst wurde vorgeführt, wie schwierig das Schleifen der Edelsteine in vergangener Zeit war. Die Schleifsteine konnten nur mit Wasserkraft betrieben werden. Da der Schleifer in Höhe der Achse arbeiten musste, konnte dies nur im Liegen geschehen. Diese Haltung und der Schleifstaub führten oft zu schweren Erkrankungen. Interessant waren auch seine Ausführungen über den heutigen Erwerb der Edelsteindrusen in Brasilien und wie unterschiedlich die Größenordnungen der Drusen von Übersee und der von Idar-Oberstein sind. Der weitere Rundgang zeigte die Arbeit der Schleifer von heute, viel bequemer mit Strom. Trotzdem muss der Schleifer ein gutes Auge und eine sichere Hand beim Bearbeiten der Edelsteine haben, wie der Gruppe demonstriert wurde. Im Ausstellungsraum konnten wunderschöne Achate, Amethyste und Bergkristalle bewundert und natürlich, wer wollte, auch Schmuck erworben werden. Ein deftiges Mittagessen, der traditionelle Schwenkbraten, rundete diesen Vormittag ab.

Eine Reiseleiterin begleitete anschließend den Bus der VR Bank nach Herrstein. In diesem kleinen, schmucken Fachwerkdorf war einst der Schinderhannes eine Nacht lang eingesperrt. Durch den Uhrenturm führte der Spaziergang in den mittelalterlichen Ortskern. Am Hankelbrunnen wurde unter anderem der Spottname für die Herrsteiner (Hankel) erläutert. Von hier hatte man einen schönen Blick auf das einst auf dem ‚Herr-Stein‘ erbauten Schloss der Grafen von Sponheim.

Die Reisegruppe der VR Bank im Enzkreis vor dem Hankelbrunnen in Herrstein

Über die Edelsteinstraße wurde am Nachmittag Idar-Oberstein erreicht, das neben Pforzheim und Schwäbisch Gmünd eines der Schmuckzentren Deutschlands ist. Die Besonderheit hier ist, bedingt durch die natürlichen Funde von Achat und Jaspis, die vielen Edelsteinschleifereien. Von weitem sah man bereits das Wahrzeichen der Stadt, die Felsenkirche. Entlang der zahlreichen Schmuckläden war nun Zeit zum Flanieren, Kaufen oder einfach nur zum Anschauen. Oder aber man ließ sich ein Eis oder einen leckeren Kuchen schmecken. Einige wollten die Aussicht von der Felsenkirche aus betrachten und haben die zahlreichen Stufen hinauf erklommen. Quer durch die Pfalz ging es dann wieder zurück in den Enzkreis.

Bei der Rückfahrt erwähnte Klemens Schork kurz die beschlossene Fusion der Bank und betont, dass die bewährten Reisen und Tagesausflüge auch danach wie gewohnt stattfinden. So steht auch schon die traditionelle Fahrt zu einem Weihnachtsmarkt am 9. Dezember 2017 kurz vor Vollendung. Das Ziel wird Darmstadt sein. Das interessante Rahmenprogramm wird derzeit noch gestaltet.